„Vollversammlung“ der SPLG-Kinder

„Vollversammlung“ der SPLG-Kinder

"Mandala" mit bemalten Steinen draufIn den Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften in Hamburg, Niedersachen und Bremen werden insgesamt 50 Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene betreut, begleitet und gefördert. Sie kommen oftmals aus sehr schwierigen und brisanten Familienverhältnissen. In den „SPLGs“ werden sie durch selbständige pädagogische Fachkräfte in deren Haushalt betreut, bei Bedarf auch durch dort angestellte pädagogische Vertretungskräfte.

Wir haben diesen Sommer ein Projekt aufgezogen, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen noch erlebbarer, sichtbarer und spürbarer zu machen: wir möchten ‚Selbstvertretungen‘ etablieren.

Dafür hat in ersten Schritten Jana Heckert eine digitale Informationsveranstaltung für innewohnende Fachkräfte organisiert, um sie zu den Themen Kinderrechte, Beteiligung und Selbstvertretung zu schulen. Dem folgten drei Vorbereitungstreffen für den bisherigen Höhepunkt des Projekts:

Dieser war als Auftaktveranstaltung eine Vollversammlung. Diese fand in einer ländlich liegenden SPLG mit viel Platz und tollem Ambiente statt. Die Teilnahme war mit 50 Personen sehr gut und die Vollversammlung war ein großer Erfolg. Es gab Workshops und verschiedene, altersgerecht aufgebaute Workshops und Stationen.

Dort gab es:

  • den Kreativtisch
  • das „Pestalozzi-Buch“ (eine Art Gästebuch, in dem jeder junge Mensch eine Seite gestaltet).
  • Beschwerden und Beschwerdewege
  • Mitgestalten
  • Privatsphäre
  • Regeln des Miteinander
  • Kinderrechte

Die Kinder und Jugendlichen machten mit viel Engagement mit und brachten lebhaft und produktiv ihre Perspektiven zu Themen wie Kinderrechten, Mitbestimmung, Beschwerden und Regeln für das Miteinander zum Ausdruck. Viele Kinder und Jugendliche kannten sich untereinander noch gar nicht und kamen sich auch beim Pizza selber belegen und -backen in der Mittagspause näher.

In einem nächsten Schritt werden wir über eine online-Umfrage bei den Kindern und Jugendlichen abfragen, wie sie sich gerne selbst vertreten möchten. Wir können uns vorstellen, dass durch eine Verstetigung eine Art ‚Kinderparlament‘ entsteht.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Teilnehmenden und bei der Mara und Holger Cassens-Stiftung für ihre sehr großzügige finanzielle Unterstützung.